Esstischhöhe und Stuhlmaße richtig abstimmen
Wer beim Essen ständig die Schultern hochzieht oder mit den Füßen in der Luft baumelt, hat meist kein Haltungsproblem, sondern eines mit den Möbeln. Die Kombination aus Tischhöhe und Stuhlmaßen entscheidet darüber, ob man nach einer Stunde noch entspannt sitzt oder bereits den Rücken spürt. Die Faustregel lautet: Zwischen Oberkante Tischplatte und Sitzfläche sollte ein Abstand von 27 bis 32 Zentimetern liegen. Bei einer Standardtischhöhe von 75 Zentimetern ergibt das eine Sitzhöhe von 43 bis 48 Zentimetern. Wer deutlich davon abweicht, kompensiert das früher oder später mit Verspannungen im Nacken oder Druckstellen an den Oberschenkeln.
Die Sitzhöhe allein reicht jedoch nicht aus. Ebenso wichtig sind Sitzbreite und Sitztiefe. Eine Sitzfläche von 40 bis 45 Zentimetern Breite gibt ausreichend Platz, ohne dass man sich eingeengt fühlt. Die Sitztiefe sollte 38 bis 42 Zentimeter betragen, damit die Kniekehle nicht an der Vorderkante drückt und die Durchblutung in den Beinen erhalten bleibt. Wer sich unsicher ist, welche Maße zu Körpergröße und Tisch passen, findet unter Esszimmerstühle richtig auszuwählen eine hilfreiche Orientierung zu Sitzhöhe, Breite, Bezügen und den tatsächlichen Kosten. Auch die Lehnenhöhe spielt eine Rolle: Sie sollte mindestens bis zur Mitte des Schulterblatts reichen, damit der untere Rücken gestützt wird.
Ein oft unterschätzter Punkt ist der Bodenkontakt. Die Füße müssen vollständig aufliegen, sonst lastet der gesamte Druck auf den Oberschenkeln. Bei höheren Tischen oder Barhockern lässt sich das mit einer Fußstütze lösen. Prüfen Sie außerdem, ob zwischen Sitzfläche und Tischunterkante genug Raum für die Oberschenkel bleibt – mindestens 20 Zentimeter sind empfehlenswert. Wer all diese Werte aufeinander abstimmt, sitzt auch nach einem langen Abendessen noch bequem und aufrecht.